Berührungen - Balsam für Körper, Seele und Geist

Berührungen spielen für die seelische und körperliche Gesundheit eine entscheidende Rolle. Wenn uns Körperkontakt fehlt, kann das sogar krank machen.

Wir leben heute in einer Gesellschaft mit immer mehr einsamen Senioren, alleinstehenden Singles und digitalen Kontakten. Viele berühren eher ihr Smartphone und verschicken Emojis als einen Menschen zu umarmen.

Folge: Jeder Dritte leidet inzwischen an Berührungsarmut; mancher Single empfängt kaum mehr Berührungen als ein Händeschütteln; viele Ältere werden nur noch von Pflegern mit Handschuhen angefasst.

Fazit: Tinder, Facebook, WhatsApp & Co können halt nicht bieten, was der Mensch wirklich braucht.

Dem wollen wir, das Institut & die Gesundheitspraxis "Raum für Berührungen" entgegenwirken. Wir wollen Dir / Ihnen einen Raum anbieten bzw. gemeinsam mir Dir kreieren, in dem "heilsame" Berührungen möglich sind.

Die Magie der Berührung

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Sie überzieht unseren ganzen Körper. Bei einem Erwachsenen kann das eine Fläche von knapp zwei Quadratmetern ausmachen. Wir können uns die Nase, Augen und Ohren zuhalten, den Mund schließen - aber den Tastsinn ausschalten können wir nicht.

Lange bevor wir geboren werden, nehmen wir Berührungen wahr. Ein Embryo reagiert bereits in der achten Schwangerschaftswoche, lange bevor er hören oder sehen kann, auf erste Berührungsreize. Frühgeborene, die im Brutkasten liegen, nehmen bei gleicher Nahrungsaufnahme mehr an Gewicht zu, wenn sie regelmäßig liebevoll berührt werden. So beruhigt sich etwa ein schreiendes Baby am besten, wenn seine Mutter es in den Arm nimmt.

Berührungen sind für den Menschen genauso überlebenswichtig wie das Sonnenlicht, klares Wasser und gesunde Nahrung. Sie vermitteln Liebe, Trost, Wärme und Geborgenheit. Berührt zu werden schenkt Selbstvertrauen, baut Ängste und Stress ab, kann den Blutdruck regulieren und das Immunsystem stärken.

Bereits ein Blick, ein Streicheln mit den Augen genügt, um einer Seele Leichtigkeit und Schwung zu verleihen. Kombiniert mit einer Umarmung wird daraus das pure Glücksgefühl.

Jede körperliche Berührung geht bis tief unter die Haut. Sie löst eine biochemische Hormonkaskade aus, die es in sich hat, der wir nicht entkommen können. Das Bindungshormon Oxytocin und das Glückshormon Dopamin sind nur zwei davon. Und allein diese beiden reichen aus, dass wir immer wieder berührt werden wollen. Es kommt einer Sucht gleich, welche Liebe und Vertrauen heisst. Klar, dass wir ständig auf Berührungssuche sind, denn wer möchte freiwillig auf schöne Gefühle verzichten.

Einsamkeit hat gravierende Folgen

Wir Menschen sind soziale Wesen, die sich nur dann dauerhaft glücklich fühlen, wenn sie andere Menschen um sich haben. In einer Übersichtsstudie zu dem Thema soziale Beziehungen und Gesundheit trugen die Wissenschaftler Louise Hawkley und John Cacioppo die Forschungserkenntnisse der letzten Jahre zusammen:

  • Das Risiko, im jungen Erwachsenenalter an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden, ist höher bei Menschen, die in Kindheit und Jugend einsam waren.
  • In einer Studie, in der Rentner untersucht wurden, konnte gezeigt werden, dass Einsamkeit der beste Prädiktor dafür ist, wie lange ein Mensch lebt.
  • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Depression. Zwar ist nicht restlos geklärt, ob Einsamkeit Depression begünstigt oder umgekehrt. Einige Indizien sprechen jedoch dafür, dass Depression eine Folge von Einsamkeit ist.
  • Geistige Leistungen sind umso schlechter, je einsamer ein Mensch ist. So konnte eine Studie zeigen, dass das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, bei Menschen, die einsam sind, deutlich höher ist.

Die Angst vor Nähe

Berührt werden kann auch negative Gefühle auslösen. Wenn Erinnerungsfetzen der Vergangenheit aus dem tiefsten Inneren hochkommen und Altlasten, welche uns ein Leben lang begleitet haben, an die Oberfläche gespült werden.

Manche Menschen haben Angst vor körperlicher Berührung, da ihre Kindheitserfahrungen damit alles andere als positiv besetzt sind. Die Folgen sind noch heute eine gespannte Abwehrhaltungen oder Fluchtreflexe bei bestimmten Berührungen. Machtansprüche oder sogar gewalttätige Übergriffe sind wohl das Extremste, was durch Berührung signalisiert werden kann.

Egal, ob sie einsam sind, sich Ihren Ängsten stellen oder sich einfach nur

eine Massage gönnen möchten, ich bin für Sie da.